Über meine Arbeiten

Im Folgenden möchte ich einige Sätze zu meinen Arbeiten schreiben, da ich immer wieder gefragt werde, wieso meine Bilder so und eben nicht anders aussehen. Hierfür einige kurze Hinweise.

Zu den Motiven

Meine Motive entstehen teils planerisch, teils sehr spontan. In der Regel habe ich eine grobe Vorstellung vom Bildaufbau und dann fertige ich ein bis zwei Skizzen an, die über die Lage und Größe von Bildgegenständen entscheiden.

Dann geht es eigentlich sofort los mit dem Malprozess.

Geordnete, geometrische Strukturen symbolisieren in meinen Bildern die Ordnung, die wir jeden Tag erleben, zufällige Bildelemente die ständig bewegte Natur, das Veränderliche. Ordnung erscheint in den Bildern fast als Fremdkörper.

Arbeitsweise

Bei meiner Arbeitsweise versuche ich, Ordnungsstrukturen und zufällige Strukturen zu verbinden oder aufeinander treffen zu lassen. Nach eventuellen Skizzen, die den Grundaufbau vorgeben, kommt die Vorbereitungsphase, in welcher Collageelemente aufgeklebt und fixiert werden. Schließlich beginnen mehrere Färbeprozesse mit flüssiger Acrylfarbe. Zwischen den Färbeprozessen decke ich mit heißem Wachs einzelne Bildstellen ab, die "reserviert" (Reserviertechnik) werden, also so bleiben sollen. Nach dem Trocknen des Wachses kann die nächste Farbschicht aufgetragen werden. Am Ende ist die Leinwand voller Wachs, das Motiv noch überhaupt nicht zu erkennen. Die Leinwand wird mit Zeitungspapier und einem alten Bügeleisen (mein Schmuckstück aus Studienzeiten) ausgebügelt. Das Wachs der einzelnen Schichten schmilzt und gibt das Motiv in all seiner Farbenpracht frei. Bei dieser selbst entwickelten Technik kann man den Gestaltungsprozess nur ca. zu 80 Prozent steuern, der Rest ist jedes Mal ein Erlebnis und fasziniert mich immer wieder selbst.